Clicker-Training: Was ist das?
Eigentlich hielt ich die ganze ‚Clickerei’ für ein kleines Experiment und war fest davon überzeugt, dass unsere Beziehung und Teamwork nicht mehr zu toppen seien. Was soll ich sagen: Ich wurde schnell eines Besseren belehrt! Inzwischen möchte ich fast behaupten: Wer noch nie mit seinem Hund geclickert hat, der hat nie sein wirkliches Potenzial kennen gelernt.
– Birgit Laser im Vorwort zu ihrem Buch ‚Clickertraining‘, Cadmos Verlag 2000
Clicker-Training ist…
… eine einfach zu erlernende Methode, seinem Hund zu sagen, welche seiner Verhaltensweisen erwünscht sind – und damit gleichzeitig eine hoch effektive Ausbildungsmethode. Es basiert auf wissenschaftlichen Erkenntnissen in der Verhaltensforschung und orientiert sich daran, wie Tiere lernen. In den USA als Ausbildungsmethode für Tiere alle Art schon seit Jahrzehnten etabliert, ist das Clickertraining auch hierzulande langsam auf dem Vormarsch.
Das Clicker-Training ist quasi universal einsetzbar: Es eignet sich für die Grunderziehung genauso wie für verrückte Kunststückchen und Tricks, die dank des Einsatzes des Clickers zum Kinderspiel werden. Hundesportarten können damit trainiert werden. Problemverhalten kann damit angegangen werden. Das Clicker-Training, bei dem auf jede körperliche Einwirkung oder Korrektur verzichtet wird, ermöglicht auch den Zugang zu verhaltensgestörten Tieren und lockt scheue Tiere aus der Reserve. Man kann sich dem Hund verständlich machen, ohne Ängste zu wecken.
Als Lernen am Erfolg ist das Clicker-Training eine durch und durch positive Methode. Es motiviert Hund und Mensch, denn es macht beiden Spaß: Während des Clicker-Trainings lernt der Hund zu lernen! Er wird also quasi „vom Befehlsempfänger zum aktiven Partner“.
Und wie funktioniert das?
Um es mal vorweg zu nehmen: Clickertraining ist keine Hexerei, auch keine Wunderwaffe, die alle Hundeprobleme schlagartig beseitigt, kein Werk eines „Hundeflüsteres“, keine Sportart und auch keine Neuentdeckung im Sinne eines Modetrends: Ganz nüchtern gesehen ist Clickertraining schlichtweg die Übertragung allgemeingültiger, lerntheoretischer Grundlagen in die Hundewelt – in der sie Jahrzehntelang sträflich missachtet worden sind. Um zu verstehen, was hinter dieser Ausbildungsmethode steckt, wie und warum sie so effektiv ist, nehmen Sie sich ein paar Minuten Zeit und machen Sie mit uns einen Ausflug in die faszinierende Welt der Verhaltenskunde und der Lerntheorie, deren Verständnis uns einen ganz neuen Zugang zu unseren tierischen Hausgenossen erlaubt.
Fangen wir damit an: Grundlage für das Clickertraining ist das Training auf Basis positiver Bestärkung. Doch was verbirgt sich dahinter?
Belohnung des erwünschten Verhaltens als effektivste Art, Verhalten zu beeinflussen
Ein Satz, den Sie sich merken sollten: Verhalten wird bestimmt von seinen Konsequenzen. Das gilt für Hunde genau so wie für den Rest der Welt (also genau so, wie für uns Menschen).
Das heißt: Belohnen Sie ein Verhalten (das heißt: hat es angenehme Konsequenzen), wird Ihr Hund es wieder zeigen. Und genau das ist unser Schlüssel für das Training!
Als professioneller Egoist wird unser Hund das belohnte Verhalten gerne wieder und wieder zeigen – denn er will ja „mehr“. Belohnt wird mit dem, was Hund interessiert, zum Beispiel Leckerchen oder Spiel. Das kennen Sie doch schon, mögen Sie jetzt sagen? Ganz bestimmt haben Sie Ihrem Hund auf diese Weise schonmal Dinge beigebracht: ihn vielleicht für das Hinsetzen belohnt oder dafür, dass er artig neben Ihnen an der Leine ging, oder Sie haben ihm nach dem Herbeikommen auf Zuruf ein Stück Futter zugesteckt – mit dem Ziel und Ergebnis, dass der Hund sich künftig gerne und zuverlässig hinsetzt, an durchhängender Leine geht oder begeistert herbeikommt. Genau so funktioniert Clickertraining auch – es ist Training auf Belohnungsbasis. Und noch mehr:
Auf das Timing kommt es an!
Etwas müssen wir beachten, wenn wir ein erwünschtes Verhalten bestärken wollen: Wir müssen schnell sein – blitzschnell. Denn unsere Vierbeiner sind nicht in der Lage, lange Zeit die Verbindung zwischen ihrem Verhalten und unserer Reaktion darauf darzustellen. Genau gesagt, können sie das noch nicht einmal eine kurze Zeit. Man spricht von ungefähr 1 Sekunde, die wir Zeit haben, unseren tierischen Hausgenossen mitzuteilen, wie wir ihr Verhalten finden (das gilt übrigens für Belohnung und Bestrafung gleichermaßen). Nun geraten wir schon in Schwierigkeiten. Ein paar Beispiele gefällig?
Ihr quirliger Terrier-Welpe hüpft wie ein Flummi, wenn er Sie oder Besucher begrüßt. Sie möchten ihm beibringen, mit allen Vieren auf dem Boden zu bleiben – und Sie nehmen sich vor, genau das zu belohnen. Doch: Die Momente, in denen der kleine Quirl Bodenkontakt hat, sind zunächst selten – anfangs nur, wenn er zwischen den Sprüngen mal wieder unten ankommt. Sie schaffen es kaum, Luft zu holen, um ihm im richtigen Moment ein Lobwort zu sagen – geschweige denn, ihm eine Belohnung zu überreichen. Längst springt er schon wieder.
- Ihr Hund soll Ihnen künftig ein wenig im Haushalt helfen und Sie möchten ihm das Apportieren beibringen. Ihr Hund gehört aber zu den Vierbeinern, die von sich aus kaum jemals ein Objekt mit sich herumtragen. Sie nehmen sich vor, als ersten Schritt die seltenen Momente zu „erwischen“ und zu belohnen, in denen er ein Spielzeug oder einen Stock in die Schnauze nimmt. Leichter gesagt, als getan. Denn noch während Sie Ihr Belohnungsleckerchen zücken, ist die Schnauze schon wieder offen – und Ihr Hund kassiert seine Belohnung …. fürs Fallenlassen!
- Sie bereiten sich auf eine hundesportliche Prüfung vor – und Sie möchten, dass Ihr Hund perfekt bei Fuß läuft. Seine Schulter soll exakt parallel zu Ihrem Bein sein – wohin Sie auch gehen. Genau das möchten Sie ihm verständlich machen. Gar nicht so einfach, denn Ihr Hund ist ein recht temperamentvoller, der meist sogar etwas voraus ist, manchmal aber auch ein Stück hinter Ihnen herhüpft. Allerhöchstens mal für einen winzigen Augenblick befindet er sich in der richtigen Position. Die Zeit reicht kaum für ein verbales Lob – geschweige denn für das Überreichen eines Stück Futters oder eines Spielzeuges. Schon ist Ihr Hund wieder in einer anderen Position.
Sie merken es schon? Gutes Training braucht ein „Markersignal“: etwas, was das erwünschte Verhalten präzise „markiert“ – und dem Hund kurz und knapp signalisiert: „Genau richtig! Dafür gibt’s Futter!“.
Das Werkzeug dafür: der Clicker
Es wird Sie nicht wirklich überraschen: Hier kommt nun endlich der „Clicker“ ins Spiel, der dieser Art des Trainings seinen Namen gegeben hat. Er ist an sich nichts weiter als ein Knackfrosch: Drückt man – je nach Modell – auf eine Metall-Lasche oder auf einen Kopf – ertönt ein „Clickclack“, ganz klar und markant. Übrigens können Sie anstelle des Clickers auch andere „markante“ Geräuschquellen verwenden: ein Zungenschnalzen, einen Pfiff (Sie erinnern sich noch an Ihren letzten Besuch im Delphinarium? Die Pfeifen der Delphintrainer werden genau wie Clicker eingesetzt!), einen Elektropieper – oder aber auch ein prägnantes kurzes Markerwort, das Sie sonst nicht in Ihrem Alltag verwenden (z.B. ein „Yipp“ oder „Yes“). Was Sie nun tun können: Sie drücken im richtigen Moment auf den Clicker (oder geben Ihr anderes Marker-Signal) – und Ihr Hund weiß genau, wofür er seine Belohnung erhält. Zu unseren Beispielen:
Der Click für Ihren quirligen Terrier-Welpen „erwischt“ präzise den Moment, in dem er gerade Bodenhaftung hat, anstatt an Ihnen hochzuspringen – und er versteht im Nu: Nur dafür gibt’s die Belohnung! Das Anspringen wird schnell weniger – die Momente mit Bodenhaftung deutlich mehr. Schon bald ist „Sitz“ sein neues Hobby.
- Der „Apportiermuffel“ versteht durch den gut platzierten Click: „Festhalten lohnt sich!“ Mit Freude sehen Sie, wie Ihr Hund häufiger und motiviert Gegenstände in die Schnauze nimmt – bis zum Apportieren ist es nun nur noch ein kurzer Weg.
- Das Prüfungs-„Bei-Fuß“ ist nicht länger ein Problem. Mit dem Clicker markieren Sie ein paar Mal die richtige Position – und Ihrem Hund geht ein Licht auf. Sie können ab jetzt präzise am „Feinschliff“ arbeiten.
Und so weiter. Stellen Sie es sich einfach so vor: Der Clicker ist der Auslöser eines Foto-Apparates – und Ihr Ziel ist es, ein Foto vom erwünschten Moment zu schießen. Sie können sich das – im wahrsten Sinne des Wortes – „bildlich“ vorstellen: Das Foto, das dabei entsteht, brennt sich sozusagen im Hirn Ihres Hundes ein. Er weiß: Das genau muss ich wieder zeigen, um die Belohnung zu erhalten. So funktioniert Lernen!
„Click“ – was interessiert’s meinen Hund?
Sie haben sich schon gefragt: Woher weiß mein Hund denn überhaupt, welche Bedeutung das Click-Geräusch hat? Das weiß er tatsächlich am Anfang nicht! Das Clicken (oder auch jedes andere Markersignal) ist für ihn ein Geräusch wie jedes andere auch. Er muss erst lernen, es mit etwas Angenehmem zu verknüpfen. Einstieg ins Clicker-Training ist deshalb die sogenannte „Konditionierung“ des Clickers. Erinnern Sie sich aus Ihrer Schulzeit an Pawlow, die Glocke und die sabbernden Hunde? Zur Auffrischung: Immer, bevor’s Essen gab, läutete der Verhaltensforscher eine Glocke. Bald reichte schon alleine das Läuten der Glocke aus, damit den Hunden buchstäblich das Wasser im Munde zusammen lief. Ähnlich funktioniert’s auch bei der Konditionierung des Clickers: Mensch betätigt den Clicker – und überreicht dem Hund sofort danach eine Belohnung. Diese Verkettung „Click + Belohnung“ (im folgenden als „C&B“ bezeichnet) zwanzig / dreißig Mal direkt hintereinander weg, das ganze vielleicht am nächsten Tag noch einmal wiederholt – und schon ist die Verknüpfung hergestellt. Das „Click“ bedeutet ab jetzt für den Hund: Eine gute Sache kommt gleich! Die meisten Hunde haben das blitzschnell begriffen. Das Geräusch des Clickers hat nun für den Hund eine bestärkende Bedeutung. Und ist ein Versprechen! Deshalb auch niemals clicken, ohne eine Belohnung zu geben!
Und los geht’s: Verhalten präzise bestärken
Sie wissen nun: Clickertraining ist
- Training auf Belohnungsbasis
- und es ermöglicht das perfekte Timing, das so wichtig ist, wenn wir uns unseren Hunden verständlich machen wollen.
Mit diesem Wissen können Sie den Clicker (oder jedes andere Markersignal) bereits im Training verwenden. Sie „markieren“ die Dinge, die Ihr Hund gut macht – und er darf sein Verhalten beenden und sich sofort eine Belohnung bei Ihnen abholen. Probieren Sie das ruhig mal aus. Sie werden sehen, dass Sie sich Ihrem Hund gleich viel besser verständlich machen können.
Und was ist so „besonders“ an Clickerhunden???
Ihnen geistert immer noch unser Zitat vom Anfang des Textes im Kopf herum: „Wer noch nie mit seinem Hund geclickert hat, der hat nie sein wirkliches Potenzial kennen gelernt“ haben wir dort Birgit Laser zitiert. Also, was steckt noch dahinter??? Was ist das „Besondere“??? Das, was wir als „Clickertraining“ bezeichnen, ist weit mehr, als im richtigen Moment auf einen Knackfrosch zu drücken. Sie werden das sehen und erleben, wenn Sie ein wenig tiefer in die Materie einsteigen – oder auch erfahrenen Hund-Mensch-Teams beim Clickertraining über die Schulter schauen:
Die Hunde werden zu aktiven, mitdenkenden Trainingspartnern. Da sie durch die Clicks präzise darüber informiert werden, welches Verhaltensdetail „richtig“ ist, sind sie in der Lage, das erwünschte Verhalten schnell und präzise wieder zeigen. Sie tun das von sich aus – und müssen weder geschoben, gezogen oder sonstwie in Position „manövriert“ werden. Selbst auf das Locken können erfahrene Clickertrainer völlig verzichten. Das ist angenehm für den vierbeinigen Trainingspartner – und macht Lust auf Mehr!
- Besonders komplizierte Übungen werden durch das Clickertraining handhabbar. Aus dem ersten „eingefangen“ Ansatzverhalten können Sie – wie aus einem groben Klumpen Ton eine filigrane Vase – selbst komplizierte Verhaltensweisen formen (Clickertrainer nennen das „Shaping“ – Sie erfahren darüber mehr in unseren Clicker-Tipps). Kein Wunder also, dass das Clickertraining regelmäßig Einsatz im „Hochleistungsbereich“ findet: In Zeiten des kalten Krieges wurden auf diese Weise tierische Geheimagenten für militärische Missionen vorbereitet (z.B. Delfine für Unterwasseraufträge oder Raben für das Überfliegen bestimmter Areale mit Kameras), schon lange werden Zootiere auf diese Weise trainiert (probieren Sie mal auf andere Weise, einen Orka zu einer Urinprobe in einen Becher zu bewegen oder einem Nilpferd auf freiwilliger Basis die Zähne zu behandeln…), und auch im hündischen Hochleistungsbereich (z.B. in der Ausbildung von Minensuchhunden) ist das Clickertraining mittlerweile unverzichtbar.
- „Echtes“ Clickertraining kommt ohne den Einsatz von Strafen aus – und Clickertrainer werden auch im Alltag immer besser darin, unerwünschten Verhaltensweisen mit Köpfchen statt Gewalt zu Leibe zu rücken. Der Lohn dafür: Hunde, die im Training keine Angst haben müssen, Fehler zu machen – und die sich unbefangen und mit Feuereifer auf ihre eigentliche Aufgabe stürzen können. Eine ideale Atmosphäre für schnelles Lernen.
Clickertraining fördert das Denken und Problemlösen. Das macht nicht nur müde (manche Hunde schlafen nach ein paar Minuten Clickertraining wie ein Stein), sondern auch alltagstauglich: Wer gelernt hat, durch sein eigenes Denken und Handeln Probleme zu lösen, behält auch in kritischen Situationen eher einen kühlen Kopf und wird weniger von Emotionen überwältigt. Außerdem fördert es viele weitere Eigenschaften, die psychisch gesunde Lebewesen kennzeichnen: Hartnäckigkeit, Ausdauer, Kreativität, Selbstbewusstsein und Optimismus, beispielsweise. Vor diesem Hintergrund wird das Clickertraining auch in der zeitgemäßen Verhaltenstherapie eingesetzt, sehr häufig bei Hunden mit Angst- und Aggressionsproblemen.
Und: All das wäre natürlich nichts, wenn es nicht vor allem eines machen würde: SPASS!!! Und den haben sowohl Hund und Mensch beim Clickertraining. Es ist eine Freude, den hochmotivierten und voll konzentrierten Hunden zuzusehen. Es ist faszinierend zu sehen, wie sich die grauen Zellen des Hundes in Bewegung setzen. Wie er versucht, mitzudenken. Wie er nicht nur passiv das Training „über sich ergehen“ lässt, sondern die Zusammenarbeit mit seinem Menschen genießt und ihr entgegen fiebert. Wie er regelrecht Kreativität entwickelt und uns mit seinen Ideen zum Lachen bringt.
Und das funktioniert bei meinem Hund auch???
Aber ja! Kein Hund ist „zu alt“ oder „zu jung“ dafür, keine Rasse „zu stur“ (ganz im Gegenteil: besonders die als „unerziehbar“ und „besonders eigenständig“ geltenden Hunderassen laufen beim Clickertraining zu Höchstformen auf, weil sie das Problemlösen lieben), kaum ein Einsatzbereich „ungeeignet“. Zugegeben: Das mag nach blumigen Versprechungen klingen. Aber: Probieren Sie es einfach aus – gut möglich, dass Sie Fähigkeiten an Ihrem Hund entdecken, die Sie nicht für möglich gehalten haben!
Neugierig aufs Clicker-Training? Noch mehr Infos!
Sie sind wild entschlossen, einzusteigen und dürsten nach weiteren Informationen? Oder Sie haben schon längst Blut geleckt und möchten Ihre Kenntnisse vertiefen? Es gibt mittlerweile eine ganze Menge Informationen – im Internet, in Buchform, als DVDs oder auch in Form von Seminaren und Kursen. Ein paar ausgewählte Angebote stellen wir Ihnen vor:
Infos im Web
Wenn Sie möchten, stöbern Sie doch noch ein wenig auf den weiteren Seiten unserer Clicker-Welt. Sie finden darin eine Vielzahl von Einstiegstipps und Trainingsanleitungen. Im folgenden noch eine kleine Auswahl weiterer Informationsquellen im Web:
- www.clickertraining.com: Ganz besonders empfehlenswert ist die (englischsprachige) Webseite der amerikanischen Tiertrainerin und Clicker-Fachfrau Karen Pryor. Ihr haben wir Hundeleute es im Wesentlichen zu verdanken, dass das Clickertraining Einzug in die Hundewelt gehalten hat. Auf ihrer Webseite stellt sie jede Menge Informationen rund um das Clickertraining mit fast jeder erdenklichen Tierart bereit. Sie erhalten hier Hintergrundinformationen, Übungsanleitungen oder können Videos anschauen. Ob Sie nun mit Ihrem Hund, Ihrem Vogel oder Ihrem Fisch clickern möchten – hier werden Sie garantiert fündig und sehen auch, was möglich ist!
- www.clickermagazin.ch: Wenn Sie Lust auf aktuelle, absolut lesenswerte Artikel ausgewählter Autoren rund ums Clickertraining nicht nur mit dem Hund haben, ist das „Clickermagazin“ genau die richtige Lektüre für Sie. Es erscheint sechs Mal jährlich, wird als pdf-Download bereitgestellt und kann gegen 25,- € oder 40,- SFr im Jahresabo bezogen werden. Absolut empfehlenswert!
Bücher und DVDs
Wir haben für Sie eine Auswahl unserer Lieblings-Clicker-Bücher und -DVDs, darunter auch eine kleine Kollektion empfehlenswerter englischsprachiger Bücher.
Birgit Laser: „Clickertraining. Das Lehrbuch für eine moderne Hundeausbildung“
Cadmos Verlag, 79 Seiten, ca. € 10,-, außerdem begleitende DVD erhältlich
Die unserer Meinung nach gerade für den Einsteiger beste Einführung ins Clickertraining hat Birgit Laser geschrieben. Wir finden: Ihr Buch ist besonders leicht verständlich, gut zu lesen und klar strukturiert. Unverständlicherweise wurde dieses hervorragende Buch vom Cadmos-Verlag vor einiger Zeit vom Markt genommen. Es lohnt sich, danach in Gebrauchtbücher-Börsen Ausschau zu halten.
Zum Buch bei Amazon
Birgit Laser: „Clickertraining für den Familienhund“
Cadmos Verlag, 128 Seiten, Buch mit DVD, ca. € 30,-
Sie haben bereits Grundkenntnisse im Clickertraining und fragen sich, wie Sie Ihr Wissen speziell in die Erziehung zur Alltagstauglichkeit einbringen können? Und Sie möchten sich das ganze nicht nur in Buchform zu Gemüte führen, sondern in bewegten Bildern anschauen? Dann ist „Clickertraining für den Familienhund“ das richtige für Sie. Sie erfahren in diesem Buch- und DVD-Set, wie Sie Leinenführigkeit, Herankommen auf Zuruf, alleine Bleiben, Autofahren, Körperpflege (z.B. Krallenschneiden) und vieles mehr mit Hilfe des Clickers meistern können.
Zum Buch bei Amazon
Viviane Theby: „Clickertraining leicht gemacht“
Kynos Verlag, 96 Seiten, € 9,95
Ein kurzer komprimierter Einstieg ins Clickertraining mit Schwerpunkt Alltagstauglichkeitstraining.
Zum Buch bei Amazon Zum eBook bei Amazon
Denise Nardelli: DVD „Der Trick mit dem Klick“ – Folge 1 und 2
drehpunkt Verlag, jeweils ca. € 26,- bis € 30,-
Sie möchten richtig gutes Clickertraining erlernen? Dann kommen Sie an diesen DVDs nicht vorbei! Auch, wenn Sie „eigentlich gar kein Trick-Training“ machen wollten – Denise Nardellis Lehr-DVDs werden Sie garantiert nicht enttäuschen: Zum einen, weil es ohnehin sinnvoll ist, erst einmal mit kleinen Belanglosigkeiten anzufangen, ehe es an die „wirklich wichtigen“ Dinge geht. Zum anderen, weil Sie hier Clickertraining von der Pike auf lernen! Jeweils 20 -30 verschiedene Übungen – angefangen beim Kennenlernen des Clickers – werden in anschaulichen Schritt-für-Schritt-Anleitungen gezeigt. Vom Aufbau bis zum fertigen Trick sind alle Schritte so genau erklärt, dass das Nachmachen problemlos möglich ist. Absolut empfehlenswert!
Zur DVD Folge 1 bei Amazon Zur DVD Folge 2 bei Amazon
Peggy Tillman: „Clicking with your dog: Step-By-Step in Pictures“
Sunshine-Books, bei z.B. amazon.de meist sofort lieferbar, 209 Seiten, ca. € 19,-
Dieses Buch ist voll mit detaillierten Anleitungen für eine Vielzahl von Übungen (Alltagstauglichkeit wie Tricks). Das besondere daran: Peggy Tillman ist ursprünglich Illustratorin und Autorin technischer Bedienungsanleitungen und hat deshalb auch das Clicker-Buch entsprechend einfach und übersichtlich gestaltet. Jede der zahlreichen (kurzen und prägnanten) Übungsbeschreibungen wird mit Zeichnungen im Stil technischer Anleitungen illustriert, die fast schon selbst erklärend sind.
Zum Buch bei Amazon
Nina Miodragovic: So denkt Ihr Hund mit. Der neue Weg zu Präzision und Freude im Hundesport
Verlag Müller Rüschlikon 2005, 184 Seiten, ca. € 25,-
Wer mit dem Clicker-Training speziell der „Unterordnung“ als sportliche Disziplin bzw. dem Obedience-Training den letzten Schliff geben will, für den ist dieses Buch das richtige: „So denkt Ihr Hund mit“ richtet sich an zwei- und vierbeinige Obedience-Sportler sowie an Mensch-Hund-Teams, die in der klassischen Unterordnung neue Wege gehen wollen. Sämtliche Übungen – sei es Fußgehen, Freifolge, Sitz – Platz – Steh aus der Distanz und aus der Bewegung, Apportieren, Vorausschicken oder Geruchsunterscheidung – werden mit dem Clicker aufgebaut. Dies geschieht weitgehend „operant“: Statt in erster Linie einem vorgehaltenen Leckerchen oder Spielzeug hinterher zu laufen, erarbeitet sich der Hund die Übungen Schritt für Schritt selbständig und durch eigenes Mitdenken – und versteht somit stets, was er gerade tut. Wer bislang noch keine Clicker-Erfahrungen gemacht hat, kommt in einem hervorragenden, gut verständlichen und praxisorientierten Grundlagen-Teil auf seine Kosten. Doch nicht nur die Trainingstechnik an sich steht im Mittelpunkt des Buches. „So denkt Ihr Hund mit“ beschäftigt sich auch ausführlich damit, welche Voraussetzungen erfüllt sein müssen, damit der Hund optimal und stressfrei lernen kann – immer mit Bezug auf die spezielle Situation auf dem Hundeplatz. Das Buch macht eindrucksvoll deutlich, dass sich Freude, Schnelligkeit und Präzision im Hundesport nicht ausschließen – und ist ein Plädoyer für ein stressfreies, spaßbringendes und dabei auch erfolgreiches Lernen.
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Morgan Spector: „Clicker Training for Obedience: Shaping Top Performance-Positively“
Sunshine-Books, z.B. bei amazon.de meist sofort lieferbar, 267 Seiten, ca. € 22,-
Sie wollen top Leistungen in Unterordnung und Obedience, ein systematisches, gut aufgebautes Training mit dem Clicker, das Hund und Mensch Spaß macht – und Sie sprechen englisch? Dann ist das hier Ihr Buch! 260 dicht bedruckte Seiten sind voll mit Tipps und Trainingsanleitungen – da bleibt kaum eine Frage offen, und Sie werden eine Menge neuer Anregungen erhalten.
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Viviane Theby: „Die Hunde-Uni. Schlaue Aufgaben für schlaue Hunde“
Kynos Verlag, 144 Seiten, ca. € 17,-
Sie sind bereits fortgeschrittene Clickertrainer und haben nun Lust auf wirklich anspruchsvolle Aufgaben? Und Sie möchten dabei Ihre eigenen Fähigkeiten noch verbessern? In der Hunde-Uni werden Sie in beider Hinsicht fündig: Begleitet von vielen wertvollen Trainingstipps bringen Sie Ihren Hund zu echten Höchstleistungen: Ob Farben und Formen unterscheiden, „Zeig das Größte“, „Mach, was ich mache“: Hier werden alle Möglichkeiten intelligenten Trainings ausgereizt. Das Buch liefert nicht nur anspruchsvolle Beschäftigung für Monate, sondern schult auch uns Zweibeiner als Trainer unserer Hunde. Denn (so steht es so nett auf der Buchrückseite): „Die Grenzen des Möglichen werden weniger durch die Intelligenz des Hundes, als durch das Können des Trainers bestimmt.“ Wir wünschen viel Spaß beim Entdecken des Möglichen und garantieren viele spannende „Grenzerfahrungen“!
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Kay Laurence: Lernspiele für Hunde
Kynos Verlag, 172 Seiten, ca. € 20,-
Quasi das Gegenstück zur oben vorgestellten Hunde-Uni: jede Menge clevere Clicker-Aufgaben, gleichzeitig toller Fitmacher fürs Training! Clicker-Vorkenntnisse sind hier ebenfalls von Vorteil.
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Karen Pryor: „Positiv bestärken, sanft erziehen. Die verblüffende Methode, nicht nur für Hunde“
Kosmos Verlag, 172 Seiten, ca. € 17,-
Damit fing alles an: Karen Pryors Standardwerk enthält weniger eine praktische Anleitung ins Clickertraining, sondern vermittelt vorrangig allgemeine (und hervorragende) Grundlagen des Trainings auf Basis positiver Bestärkung! Es ist spannend und gut lesbar. Empfehlenswert nicht nur für Hundehalter, sondern angeblich auch gerne gelesen von Sportlehrern, Gruppenleitern und genervten Eltern.
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Karen Pryor: „Die Seele der Tiere erreichen. Erfolgreich kommunizieren mit positiver Bestärkung“
Kosmos-Verlag, 288 Seiten, ca. € 20,-
Das „Nachfolgebuch“ von Karen Pryor! Sehr persönlich, aber äußerst interessant und fesselnd, beschreibt Karen Pryor darin ihre jahrzehntelangen Erfahrungen mit dem (Clicker-)Training der unterschiedlichsten Tierarten. Besonders erwähnenswert: Die Ausführungen zu den neurologischen Hintergründen des Clickertrainings – und was dabei im Gehirn passiert.
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Und noch mehr?
Es gibt mittlerweile eine Menge Bücher rund ums Hundetraining – von Übungen zur Alltagstauglichkeit bis hin zur Korrektur von Problemverhalten – die auf dem „Clickerprinzip“ basieren. Stöbern Sie doch gerne einmal in unseren Buchtipps: Verhalten – Erziehung – Training.
Clickerkurse und -seminare
Leider ist es immer noch so, dass Clicker-Anlaufstellen (gute Hundeschulen, Clicker-Gruppen, private Trainingskontakte) relativ rar sind, alle Theorie am Anfang erstmal grau ist und der Einstieg ganz alleine sich manchmal als doch etwas kniffliger herausstellt. Die ein oder andere Frage bleibt immer offen, und es sind häufig winzige Kleinigkeiten und Tipps, die die ersten Schritte wesentlich vereinfachen können. Ein Clicker-Seminar kann da Abhilfe schaffen. Schauen Sie doch einmal auf den Webseiten der empfohlenen Autorinnen (zum Beispiel: Birgit Laser www.laserdogs.de; Denise Nardelli www.dogdance.de, Viviane Theby www.tierakademie.de) nach und suchen Sie nach Terminen in Ihrer Nähe. Auch wir von SPASS-MIT-HUND sind regelmäßig bei verschiedenen Veranstaltern für Clicker-Seminare zu Gast (Referentin: Christina Sondermann). Das erfahren Sie in unserem Terminkalender.
Clicker-Sonntag im Sauerland
Wem der Weg zu uns nicht zu weit ist, kann an unserem Clicker-Sonntag in Meschede teilnehmen. Er findet ca. alle 6-8 Wochen als offener Workshop statt. Willkommen sind alle, die Lust haben, gemeinsam mit dem Clicker zu experimentieren, Erfahrungen auszutauschen oder die ersten Schritte im Clickertraining auszuprobieren. Schwerpunkt ist das „Free Shaping“ – das freie Formen von Verhaltensweisen, das die eigentliche Faszination des Clickertrainings ausmacht. Weitere Infos und Termine finden Sie hier.
Clicker-Training per Fernkurs?
Sie finden in Ihrer Nähe keinen Clicker-Experten, dem Sie beim Einstieg ins Clickertraining über die Schulter schauen und mit Ihren Fragen löchern können? Sie haben vielleicht auch einfach Lust, das Clickertraining in der gewohnten, stressfreien Umgebung Ihres Zuhauses zu beginnen und trotzdem nicht auf Anleitung verzichten zu müssen? Dann haben Sie möglicherweise Spaß an unserem Clicker-Fernkurs.
Ganz speziell: Clickertraining@school – Click & Treat im Bio-Unterricht!
Clickertraining als Teil des Schul-Unterrichtes? Eigentlich nichts logischer als das – schließlich ist Clickertraining nichts anderes als die Umsetzung lerntheoretischer Grundlagen in das Training von Tieren. Das hat sich wohl auch die Biologie-Lehrerin Andrea Mannebach gedacht und hat unter http://www.lehrer-online.de/clicker-training.php Materialien für eine 2-3-stündige Unterrichtseinheit rund um das Clickertraining ins Netz gestellt. Zwar schon ein paar Jahre alt, aber inhaltlich unverändert aktuell.
Mit Hilfe von Informationen aus dem Internet sollen Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe 2 die Methode des Clickertrainings kennen lernen, ihr Wissen über klassische und operante Konditionierung sowie sekundäre Bestärker am Clicker-Training anwenden, den Vorteil des Clickertrainings mit einem sekundären Bestärker und als gewaltfreie Art der Erziehung kennen lernen, ein eigenes Experiment mit Hund entwickeln und durchführen und ganz nebenbei noch die wissenschaftliche Arbeitsweise trainieren.
Also los, liebe Clickerbegeisterte, worauf warten Sie noch: Vielleicht gehören Sie zu den Lehrenden und haben Lust darauf, das Clickertraining in den Unterricht zu tragen? Oder Ihr seid Schülerinnen und Schüler und habt aufgeschlossene Lehrer, die sich über eure Anregungen zur Unterrichtsgestaltung freuen würden? Wir finden das Projekt auf jeden Fall toll – und zwar nicht nur, um das Wissen der Beteiligten um das Lernverhalten zu vertiefen, sondern auch als Beitrag zu einem respektvollen, gewaltfreien Umgang mit dem Hund als eigenständiges denkendes, lernfähiges und sogar kreatives Wesen.