Warum nicht gelegentlich gemeinsam auf die Jagd nach Essbarem gehen? Dafür verstauen Sie Futter in einem Beutel oder Futterdummy, nach dem Ihr Hund sucht und den Sie dann für ihn öffnen! Das Jagd- und Fressabenteuer mit dem Beutel kommt draußen auf dem Spaziergang genau so gut an wie drinnen im Haus.
Das Zubehör
Sie brauchen
- zum Beispiel einen speziellen Futterbeutel / Futterdummy für Hunde,
- alternativ ein ausrangiertes „Faulenzermäppchen“ / Stifte-Etui
- es funktioniert auch ein alter Socken
- oder, wenn Sie Spaß an der perfekten Inszenierung haben, probieren Sie es mit einem falschen Hasen – so, wie Sie ihn auf den Bildern sehen, die Cordula Niederhausen uns geschickt hat. Für Beagle Courtney hat sie das Kuschel- zum Beutetier umfunktioniert, indem sie den Stoffhasen ausgenommen und einen Reißverschluss am Rücken eingenäht hat, so dass der Hasenbauch künftig Platz für hineingefülltes Futter bietet. Befüllbare Tierchen gibt’s übrigens auch fertig zu kaufen!


Wie Sie das Spiel spielen
Am besten, Sie starten zunächst einmal ablenkungsarm bei ihnen im Wohnzimmer:
- Geben Sie Ihrem Hund zunächst mehrmals ein Leckerchen aus dem Beutel und öffnen Sie dabei jedes Mal geräuschvoll und mit großen Gesten den (Reiß-)Verschluss. So lernt Ihr Hund von Anfang an: „Im Beutel ist Futter“ und „Mein Mensch muss ihn mir öffnen!“
- Legen Sie den Beutel anschließend neben sich auf den Boden. Garantiert läuft der Hund interessiert hin – und Sie öffenen zur Belohnung schnell den Beutel und geben ihm ein Stück Futter. Ihr Hund wird schnell begreifen, dass sich der Beutel nur mit Ihrer Hilfe öffnen lässt.
- Legen Sie den Beutel vor den Augen des Hundes zunächst an verschiedenen Stellen auf den Boden oder täuschen Sie erste leichte Verstecke an (während der Hund beim Verstecken zuschaut). Wann immer der Hund am Beutel ankommt: Freuen Sie sich und öffnen Sie den Beutel schnell für ihn, um ihm entweder ein Stück Futter zu überreichen oder ihn daraus fressen zu lassen.
- Beginnen Sie, beim Hinlaufen des Hundes zum Beutel ein Signal zu sagen, mit dem Sie Ihren Hund demnächst zur Futterbeutelsuche auffordern können, auch wenn er das Verstecken nicht gesehen hat (zum Beispiel „Such Beutel“).
- Täuschen Sie als Nächstes verschiedene Verstecke an.
- Später können Sie den Beutel auch verstecken, ohne dass der Hund dabei zugesehen hat.



Ihr Hund muss übrigens nicht apportieren können, um dieses Spiel zu spielen. Sie können genau so gut zu ihm hingehen, wenn er die Beute aufgestöbert hat, und ihm dann am Ort des Geschehens beim Auspacken helfen.
Wenn’s mit dem Hergeben nicht so klappt
Auch, wenn viele Hunde den Beutel bereitwillig abgeben: Selbstverständlich ist das nicht!
- Was Sie nicht tun sollten: Sauer oder unfreundliche werden, wenn es mit dem Hergeben zunächst nicht so klappt.
- Nach dem Motto „Kaufen, nicht stehlen!“ bieten Sie Ihrem Hund ein großzügiges Tauschgeschäft an: zum Beispiel ein paar besonders attraktive Extra-Leckerchen, die ihn dazu animieren, den Beutel herzugeben, aus dem Sie ihn dann noch zusätzlich füttern – doppeltes Glück für’s Hergeben, sozusagen.
- Und wenn es trotzdem nicht klappt – oder wenn Sie einen Hund haben, der generell Schwierigkeiten damit hat, Dinge her zu geben und diese vielleicht sogar verteidigt? Das ist natürlich kein Zeichen vermeintlicher „Dominanz“ oder gar „Bösartigkeit“, sondern zeugt oft schlichtweg von Unsicherheit oder der Befürchtung, eine wichtige Ressource zu verlieren. Vermeiden Sie in solchen Fällen lieber zunächst den konfliktreichen Futterbeutel. Sie könnten Ihrem Hund stattdessen die Suche nach einem anderen (nicht futtergefüllten) Objekt beibringen! Die Anleitung dazu gibt’s in unserer Spielanleitung „Handschuh verloren“!

